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Webinaraufnahme: Startschuss 2026 – Welche Themen bestimmen den Einkauf dieses Jahr?

2026 markiert einen Wendepunkt für den industriellen Einkauf. Globale Handelsstrukturen verändern sich dauerhaft, geopolitische Eingriffe werden zur neuen Normalität und technologische Entwicklungen beschleunigen Entscheidungszyklen spürbar. Der Einkauf steht dabei nicht mehr nur vor der Aufgabe, Kosten zu steuern, sondern Stabilität, Transparenz und Wettbewerbsfähigkeit aktiv mitzugestalten.

Im Webinar „Startschuss 2026 – Welche Themen bestimmen den Einkauf dieses Jahr?“ diskutieren Erik Esly (Managing Partner, ErikEsly Advisory & Consulting), Hans Boot (Partner, Durch Denken Vorne Consult) und Lucas Trümpler (Tacto), welche Entwicklungen Einkaufsorganisationen in den kommenden Jahren prägen werden – und wo jetzt konkreter Handlungsbedarf entsteht.

Die Rolle des Einkaufs im Wandel

Während operative Tätigkeiten lange im Vordergrund standen, entwickelt sich der Einkauf zunehmend zum strategischen Wertbeitrag. Qualitätssicherung, Innovationsfähigkeit, Risikomanagement und EBITDA-Wirkung rücken stärker in den Fokus. Damit verändern sich auch die Anforderungen an Einkaufsorganisationen. Analysefähigkeit, technisches Verständnis, Kommunikationsstärke und der souveräne Umgang mit Daten und KI werden zu zentralen Kompetenzen. Der Einkauf muss Daten nicht nur auswerten, sondern Zusammenhänge verstehen und für strategische Entscheidungen nutzbar machen.

Rahmenbedingungen für 2026: Geopolitik wird strukturell

Erik Esly ordnet die globalen Entwicklungen der vergangenen Jahre ein und macht deutlich, dass geopolitische Risiken kein temporäres Phänomen sind. Handelskonflikte, Zölle, Exportkontrollen und Energieabhängigkeiten wirken dauerhaft auf Lieferketten und Kostenstrukturen. Rein auf Kosten zu optimieren, greift heute zu kurz. Moderne Beschaffungsstrategien kommen nicht mehr ohne Resilienz, Diversifikation und vorausschauendes Szenariodenken aus. Dabei rücken Nearshoring, neue Märkte wie Indien oder der ASEAN-Raum sowie die geopolitische Bewertung von Lieferketten immer stärker in den Fokus.

Wo der Einkauf jetzt ansetzen muss

Basierend auf diesen Entwicklungen haben die Referenten zentrale Handlungsfelder skizziert:

  • Daten als Fundament: Ohne transparente und belastbare Daten ist keine strategische Steuerung möglich. Sie bilden die Basis für alles – von der Warengruppenstrategie bis hin zur Risikoanalyse.
  • Wertbeitrag neu definieren: Klassische Verhandlungen und Cost Engineering bleiben wichtig, werden aber zunehmend durch datengetriebene Analysen und präzise Benchmarks ergänzt.
  • Vernetzung fördern: Der Einkauf bricht Silos auf. Er arbeitet enger mit Abteilungen wie Entwicklung, Produktion und Finance zusammen und wird zum zentralen Koordinator der Wertschöpfungskette.
  • KI als Assistent: Künstliche Intelligenz entlastet das Team im operativen Geschäft. Sie bereitet Daten auf und liefert wertvolle Impulse, um fundierte Entscheidungen schneller zu treffen.

KI im Einkauf: pragmatisch statt visionär

Ein wichtiger Punkt der Diskussion ist der realistische Blick auf KI. Statt großer Zukunftsversprechen geht es um konkrete Einsatzfelder, die kurzfristig Wirkung zeigen: Analyse von Beschaffungsdaten, Aufbereitung von KPIs, Pflege von Stammdaten, automatisierte Prüfungen oder die Unterstützung bei Warengruppenstrategien.

Fazit

Das Webinar macht deutlich, dass 2026 weniger von einzelnen Trends als von der Fähigkeit zur Anpassung geprägt sein wird. Einkaufsorganisationen, die Daten systematisch nutzen, ihre Rolle strategisch weiterentwickeln und technologische Unterstützung gezielt einsetzen, schaffen sich klare Vorteile.

Erik Esly, Hans Boot und Lucas Trümpler zeigen, wie sich der Einkauf zwischen geopolitischem Druck, technologischer Entwicklung und wachsender Verantwortung neu positionieren kann – und warum jetzt der richtige Zeitpunkt ist, Weichen für die kommenden Jahre zu stellen.

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