MATERIALPREISE
Holzpreis aktuell: Preis, Entwicklung & Prognose 2026
24.03.2026
Holz bleibt für den industriellen Einkauf fest, aber nicht jede Holzgruppe bewegt sich gleich. Der HPE-Index für Massivholz für Holzpackmittel liegt im März 2026 bei 104,44 Punkten. Das entspricht +2,8 % zum Vormonat und +13,8 % zum Vorjahr. Für den Einkauf heißt das: Holz ist aktuell kein einheitlicher Markt, sondern eine Gruppe mit klar unterschiedlichen Materialbewegungen.
ZUR METHODIK
Für Holzpreise verwenden wir den HPE-Holzpreisindex als industriellen Marktanker. Für diese Seite ist „Massivholz für Holzpackmittel“ der Leitindikator, weil er sich direkt auf Sortimente für Kisten und Exportverpackungen bezieht. Ergänzend betrachten wir Sperrholz für Verpackungen und OSB für Verpackungen, um die Bewegung innerhalb der wichtigsten Holzwerkstoffe sichtbar zu machen. Der HPE erhebt die Daten monatlich auf Basis eines repräsentativen Querschnitts von Mitgliedsfirmen; einbezogen werden Inlands- und Importware, zusätzliche Kostenfaktoren wie Qualitätssortierung sind im Index nicht enthalten.
AUF EINEN BLICK
- Holz bleibt für den industriellen Einkauf fest, aber nicht jede Holzgruppe bewegt sich gleich: Der HPE-Index für Massivholz für Holzpackmittel liegt im März 2026 bei 104,44 Punkten. Das entspricht +2,8 % zum Vormonat und +13,8 % zum Vorjahr. Gleichzeitig liegt OSB für Verpackungen bei 100,77 Punkten, also +0,4 % zum Vormonat und +16,9 % zum Vorjahr, während Sperrholz für Verpackungen mit 99,72 Punkten im Monatsvergleich leicht nachgegeben hat und −2,8 % unter Vorjahr liegt. Für den Einkauf heißt das: Holz ist aktuell kein einheitlicher Markt, sondern eine Gruppe mit klar unterschiedlichen Materialbewegungen.
- Ausblick: Für die nächsten Wochen spricht mehr für stabile bis leicht höhere Holzpreise als für eine schnelle Entspannung. Dafür sprechen drei Faktoren: Erstens steigen die industriell relevanten HPE-Indizes für Massivholz und OSB weiter. Zweitens beschreibt Fastmarkets den europäischen Sägeholzmarkt 2026 zwar als nachfrageseitig verhalten, aber gleichzeitig weiter belastet durch hohe Rohmaterialkosten und knappe Weißholz-Logs in Teilen Mitteleuropas. Drittens bleibt die Preisdifferenz zwischen den Materialgruppen bestehen, was Preisgespräche komplexer macht.
- Besonders exponiert: Warengruppen mit engem Bezug zu Kisten, Exportverpackungen, Holzpackmitteln, Gestellen, Schutzverpackungen und OSB-basierten Verpackungslösungen. Dort schlägt die aktuelle Bewegung bei Massivholz und OSB direkt auf die Materialkosten durch. Bei sperrholzlastigen Anwendungen ist der aktuelle Druck dagegen deutlich geringer.
Inhalt
Was treibt den Preis gerade?
Bei Holz reicht der Blick auf „den Holzpreis“ nicht aus. Der aktuelle Markt ist geteilt: Massivholz für Holzpackmittel und OSB für Verpackungen ziehen weiter an, während Sperrholz deutlich ruhiger läuft. Für den industriellen Einkauf ist genau diese Differenzierung der wichtigste Punkt. Die Frage lautet aktuell nicht nur, ob Holz teurer wird, sondern welcher Holzwerkstoff in Ihrer Beschaffung unter Druck steht.
Massivholz für Holzpackmittel zieht weiter an
Der HPE-Index für Massivholz für Holzpackmittel ist im März auf 104,44 Punkte gestiegen. Der Verband misst hier genau die Sortimente, die in Kisten und Exportverpackungen eingesetzt werden, darunter Bretter, Bohlen und Kantholz in typischen Verpackungsdimensionen. Für industrielle Beschaffung ist das ein belastbarer Marktanker, weil er nicht den Bau- oder Endverbrauchermarkt abbildet, sondern die reale Einkaufspreisentwicklung der Verpackungs- und Exportverpackungsindustrie.
OSB bleibt fest, Sperrholz läuft deutlich ruhiger
OSB für Verpackungen liegt im März bei 100,77 Punkten und damit klar über Vorjahr. Sperrholz für Verpackungen steht dagegen bei 99,72 Punkten, also leicht unter dem Januar-Ausgangsniveau 2026 und auch unter Vorjahr. Für Ihre Verhandlung ist das zentral: Eine pauschale „Holz ist teurer“-Logik greift aktuell zu kurz. Je nach Verpackungslösung kann die Materialseite heute deutlich unterschiedlich aussehen.
Der breitere europäische Sägeholzmarkt bleibt kostengetrieben
Fastmarkets beschreibt den europäischen Sägeholzmarkt zum Start in 2026 als insgesamt verhalten. In Deutschland, Frankreich, Benelux und Großbritannien seien die Preise zuletzt weitgehend stabil geblieben; gleichzeitig bleibe die Kostenbasis hoch. Fastmarkets nennt dabei insbesondere hohe Rundholzpreise und in Teilen Mitteleuropas knappe Verfügbarkeit bei Weißholz-Logs. Für den Einkauf heißt das: Selbst ohne klare Nachfragerally bleibt die Rohmaterialseite angespannt.
Der Markt ist nicht von Nachfrageboom, sondern von Materialdifferenzierung geprägt
Fastmarkets beschreibt den europäischen Markt 2026 eher als defensiv, mit schwacher Baukonjunktur, begrenzter Preisbewegung bei Standardsortimenten und hohem Kostendruck auf der Rohstoffseite. Für Ihre Beschaffung ist gerade deshalb der HPE-Index so relevant: Er zeigt, dass sich industrienahe Verpackungs- und Holzwerkstoffsortimente aktuell fester entwickeln können als der breitere europäische Sägeholzmarkt vermuten lässt.
Wo sich die Bewegung gerade zuerst zeigt
Kisten, Exportverpackungen und Holzpackmittel
Hier ist die aktuelle Bewegung am sichtbarsten. Der HPE-Index für Massivholz für Holzpackmittel steigt im März um 2,8 % zum Vormonat. Für Ihre Beschaffung ist das besonders relevant, wenn Sie Kisten, Schwerlastverpackungen, Gestelle oder sonstige exportnahe Holzpackmittel einkaufen.
OSB-basierte Verpackungslösungen
Die zweite Stufe der Bewegung liegt bei OSB für Verpackungen. Der Index steigt im März weiter leicht an und liegt klar über Vorjahr. Anwendungen mit OSB-Anteil, etwa Schutzverpackungen, Abdeckungen oder kombinierte Verpackungslösungen, bleiben damit ebenfalls unter Kostendruck.
Kurzfristige Bedarfe und geringe Materialpuffer
Wer auf kurzfristige Beschaffung oder niedrige Lagerabdeckung angewiesen ist, spürt die Marktbewegung früher als Einkäufer mit stabilen Rahmenverträgen. Genau weil der HPE reale Einkaufspreise für die Branche misst, ist die aktuelle Dynamik für kurzfristige Bedarfe besonders relevant.
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Was heißt das konkret für den Einkauf in DACH?
Holzpreis nicht pauschal verhandeln: Trennen Sie bei Angebotsprüfungen konsequent zwischen Massivholz, Sperrholz und OSB. Die aktuellen Indizes zeigen klar, dass sich diese Gruppen nicht synchron bewegen. Eine pauschale Holzpreiserhöhung ist deshalb im aktuellen Markt selten präzise genug.
Warengruppen-Exposure nach Materiallogik prüfen: Besonders exponiert sind derzeit Kisten, Exportverpackungen, Holzpackmittel, Gestelle und OSB-basierte Verpackungslösungen. Dort wirkt der aktuelle Preisauftrieb bei Massivholz und OSB direkt. Sperrholzlastige Anwendungen sollten Sie dagegen separat prüfen, weil das Preisbild dort deutlich ruhiger ist.
Nicht nur den Rohstoff, sondern auch die Ausführung prüfen: Bei Holzpackmitteln beeinflussen Konstruktion, Qualitätssortierung und Materialmix den Endpreis stark. Der HPE weist ausdrücklich darauf hin, dass zusätzliche Kostenfaktoren wie Qualitätssortierung im Index nicht enthalten sind. Für Ihre Verhandlung ist das wichtig, weil der Index die Richtung der Materialseite zeigt, aber nicht automatisch jeden Endpreis erklärt.
Import- und Rohmaterialseite mitdenken: Fastmarkets beschreibt weiterhin hohe Rundholz- und Rohmaterialkosten sowie regionale Engpässe in Mitteleuropa. Wenn Lieferanten mit erhöhten Holzpreisen argumentieren, sollten Sie deshalb prüfen, ob diese Begründung aus dem relevanten Materialsegment kommt oder pauschal aus dem breiten Holzmarkt abgeleitet wird.
Was in Verhandlungen aktuell plausibel ist und was Sie getrennt prüfen sollten
Plausibel sind derzeit Verweise auf höhere Kosten bei Massivholz für Holzpackmittel und bei OSB-basierten Verpackungslösungen. Auch Hinweise auf hohe Rohmaterialkosten und begrenzte Entspannung im europäischen Sägeholzmarkt sind grundsätzlich belastbar. Wenn Ihr Lieferant in diesen Materialgruppen unterwegs ist, ist ein festeres Preisbild derzeit nachvollziehbar.
Getrennt prüfen sollten Sie dagegen pauschale Holzaufschläge über alle Anwendungen hinweg, insbesondere wenn Sperrholz oder ruhigere Materialgruppen mit denselben Zuschlägen belastet werden. Ebenso sollten Sie sich offenlegen lassen, welcher Anteil aus Material, welcher aus Sortierung, Konstruktion, Logistik und Marge stammt. Genau dort liegt aktuell der wichtigste Verhandlungshebel.
Einordnung
Eine schnelle Entspannung ist derzeit nicht das wahrscheinlichste Szenario. Gleichzeitig ist Holz aktuell kein einheitlicher Aufwärtsmarkt. Für Einkäufer in DACH bleibt Holz deshalb vor allem ein Thema aus Materialdifferenzierung plus Ausführungslogik plus Liefermodus.
Tacto hilft Ihrem Einkauf, Preisbewegungen bei Holz frühzeitig zu erkennen und in Verhandlungen gezielt einzusetzen.
>20.000
Preisindizes integriert
75 %
weniger Vorbereitungsaufwand
>5.000
Preiserhöhungen abgewehrt mit dem Defender Agent

Holzpreis Prognose: Einschätzung unseres Procurement Intelligence Teams
Basisszenario
Für die nächsten 4 bis 6 Wochen rechnen wir eher mit einem stabilen bis leicht höheren Preisniveau. Die HPE-Indizes zeigen weiter Aufwärtsdruck bei Massivholz und OSB, während der breitere europäische Markt trotz schwacher Nachfrage nicht wirklich günstig ist. Das wahrscheinlichste Bild bleibt daher ein weiter fester Markt bei industrienahen Holzsortimenten.
Risikoszenario
Das Aufwärtsrisiko steigt, wenn sich die Rohmaterialkosten weiter erhöhen, regionale Engpässe bei Mitteleuropa-Logs anhalten oder zusätzliche Kosten aus Logistik und Ausführung stärker in die Kalkulation hineinkommen. Besonders betroffen wären dann holzpackmittelnahe Anwendungen und OSB-basierte Verpackungslösungen.
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Häufig gestellte Fragen
Weil der HPE die Einkaufspreise der Holzpackmittel-, Paletten- und Exportverpackungsindustrie misst und damit näher an der industriellen Beschaffungsrealität liegt als allgemeine Bauholz- oder Verbraucherpreislogiken. Für Ihre Seite „Holzpreise“ ist das in DACH der deutlich brauchbarere Anker.
Dann, wenn der Lieferant sich auf die tatsächlich relevante Holzgruppe stützt und offenlegt, wie sich Material, Sortierung, Konstruktion und Logistik zusammensetzen. Weniger plausibel sind pauschale Holzaufschläge über alle Verpackungs- oder Holzprodukte hinweg.
Im aktuellen HPE-Bild vor allem Massivholz für Holzpackmittel und OSB für Verpackungen. Sperrholz für Verpackungen wirkt dagegen deutlich ruhiger. Genau diese Differenzierung sollte auch in Ihre Verhandlung einfließen.
Weil sich die relevanten Holzwerkstoffe aktuell nicht gleich bewegen. Der HPE-Index zeigt im März 2026 weiter steigendes Massivholz für Holzpackmittel, ebenfalls festes OSB für Verpackungen und deutlich ruhigeres Sperrholz. Für Ihre Beschaffung ist deshalb der konkrete Werkstoff wichtiger als das pauschale Wort „Holz“.