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MATERIALPREISE

Palettenpreis aktuell: Preis, Entwicklung und Prognose 2026

06.07.2026

Aktueller Palettenpreis: EUR-1 Neupalette DACH rund 12,17 € pro Stück, angelehnt an den HPE-Index Massivholz für Paletten (Juni 2026: 109,88 Punkte, +1,0 Prozent gegenüber Mai, +16,0 Prozent gegenüber Vorjahr; Juli-Wert Mitte Juli). Trendanalyse zum PPWR-Mehrwegmandat in fünf Wochen (12. August), zur Korrektur beim Fichten-Rundholz (120 bis 125 €/Fm) und zu den aktuellen Marktpreisbändern für Neu- und Gebrauchtpaletten. Szenarien und Einkaufsempfehlungen für industrielle Beschaffung in DACH.

ZUR METHODIK

Für Palettenpreise verwenden wir den HPE-Holzpreisindex für Massivholz für Holzpaletten als industriellen Leitindikator. Der Index basiert auf typischen Palettenholzsortimenten wie Brettern, Kanthölzern und Palettenzuschnitten und bildet die Einkaufspreisentwicklung der in der Branche verwendeten Sortimente aus dem In- und Ausland ab. Wichtig ist: Der HPE stellt ausdrücklich klar, dass zusätzliche Kostenfaktoren wie Qualitätssortierung und weitere Endpreisbestandteile nicht im Index enthalten sind. Für den tatsächlichen Palettenpreis zählen deshalb zusätzlich Ausführung, Standardisierung, Trocknung, Reparaturfähigkeit, Logistik und Liefermodus. Ergänzend nutzen wir den FEFPEB European Pallet Timber Price Index als europäischen Trendanker. FEFPEB weist selbst darauf hin, dass dieser Index keine absoluten Preise pro m³, sondern den Trend nationaler Palettenholzindizes aus Deutschland, den Niederlanden, Italien, Schweden und dem Vereinigten Königreich zeigt.

AUF EINEN BLICK

  • In fünf Wochen (12. August) tritt das PPWR-Mehrwegmandat in Kraft; die vorgezogene Beschaffung stützt die Nachfrage, Pooling-Kapazitäten werden enger.
  • Die Kostenbasis dreht: Fichten-Rundholz seit Mitte Juni bei 120 bis 125 €/Fm, 7 bis 10 € unter dem März-Rekord; Entlastung mit 4 bis 8 Wochen Verzögerung.
  • HPE-Index Massivholz für Paletten im Juni bei 109,88 Punkten (+1,0 Prozent gegenüber Mai); EUR-1-Indikator rund 12,17 €; Juli-Wert Mitte Juli.
  • Neupaletten 21,50 bis 28,90 € (Einzel), rund 10 bis 13 € in Ganzzügen; Export B/C so günstig wie seit 2023 nicht.

Was treibt den Preis gerade?

In fünf Wochen, am 12. August, tritt das PPWR-Mehrwegmandat für Transportverpackungen in Kraft. Der Delegated Act vom 25. Februar nimmt Palettenwicklung und Umreifung aus, der Rest der Transportverpackung fällt darunter. Die vorgezogene Beschaffung vor der Frist stützt die Nachfrage nach Mehrwegpaletten weiter, und Pooling-Kapazitäten werden in den kommenden Wochen enger.

Gegenläufig dreht die Kostenbasis: Fichten-Rundholz im Leitsortiment ist seit Mitte Juni auf 120 bis 125 €/Fm korrigiert, 7 bis 10 € unter dem März-Rekord. Diese Entlastung erreicht die Palettenpreise mit 4 bis 8 Wochen Verzögerung. Der HPE-Index Massivholz für Paletten steht im Juni bei 109,88 Punkten (+1,0 Prozent gegenüber Mai), die Dynamik hat sich gegenüber dem Frühjahr halbiert; der Juli-Wert erscheint Mitte Juli.

Am Markt kosten Neupaletten in Einzelabnahme 21,50 bis 28,90 €, in Ganzzügen rund 10 bis 13 €. Gebrauchte Klasse A liegt bei 11 bis 13 €, B und C bleiben überversorgt; Export-Paletten der Klasse B/C sind so günstig wie seit 2023 nicht.

Worauf wir achten: den HPE-Juli-Wert Mitte Juli und die Pooling-Verfügbarkeit im Vorfeld des 12. August.

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Was heißt das konkret für den Einkauf in DACH?

Machen Sie bis zum 12. August die Bestandsaufnahme: Welche Transportverpackung fällt unter das Mehrweggebot, welche (Palettenwicklung, Umreifung) ist ausgenommen? Wer die Umstellung erst im August beginnt, konkurriert mit dem Rest des Markts um enger werdende Pooling-Kapazitäten.

Nutzen Sie die Rundholz-Korrektur als Verhandlungsargument bei Neupaletten-Bestellungen: 120 bis 125 €/Fm statt über 130 gehören in jede Preisverhandlung, bevor der Juli-Indexwert erscheint.

Bündeln Sie Bedarfe in Ganzzügen: Die Spanne zwischen Einzelabnahme (21,50 bis 28,90 €) und Ganzzug (rund 10 bis 13 €) ist aktuell der größte einzelne Einsparfaktor bei Neupaletten.

Wägen Sie Pooling gegen Eigenbestand mit der PPWR-Frist im Vertrag ab; verankern Sie Standard-EUR-Paletten am HPE-Index Massivholz für Paletten.

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Basisszenario

12,00 bis 12,50 € EUR-1 neu DACH

EUR-1 neu 12,00 bis 12,50 € über die nächsten vier bis sechs Wochen. (1) Die vorgezogene Beschaffung vor der PPWR-Frist am 12. August stützt die Nachfrage, (2) die Fichten-Korrektur auf 120 bis 125 €/Fm entlastet die Holzbasis mit Verzögerung, (3) Gebrauchtklassen B und C bleiben überversorgt. Eher Stabilisierung als weiterer Anstieg.

Risikoszenario

12,50 bis 13,20 € EUR-1 neu DACH

Der HPE-Index steigt über 112, PPWR-Übergangseffekte und EPAL-Kapazitätsgrenzen verknappen Neupaletten, oder die Rundholz-Korrektur kehrt sich um. Wahrscheinlichkeit 20 bis 25 Prozent über die nächsten drei Monate.

Häufig gestellte Fragen

Warum ist der HPE-Index für Paletten der bessere Preisanker als allgemeine Holzpreise?
+

Weil der HPE gezielt die Einkaufspreise der in der Paletten- und Holzpackmittelindustrie verwendeten Sortimente misst. Für eine Palettenpreise-Seite ist das deutlich näher an der industriellen Beschaffungsrealität als ein allgemeiner Holz- oder Bauholzpreis.

Welche Palettenanwendungen sind aktuell besonders sensibel?
+

Besonders sensibel sind Standard-Holzpaletten mit hohem Holzeinsatz, Exportpaletten, Sonderformate und CP-Paletten in regulierten Anwendungen wie der Chemielogistik. Dort wirken Holzbasis, Qualitätsanforderung und Verfügbarkeit oft gleichzeitig.

Wann ist ein Palettenaufschlag aktuell plausibel?
+

Dann, wenn der Lieferant sich auf die aktuelle Holzbasis, den relevanten Palettentyp und konkrete Zusatzanforderungen stützt. Plausibel ist ein Aufschlag eher bei Standard-Holzpaletten, Sonderformaten oder qualitätsgesicherten Anwendungen als bei pauschalen Aufschlägen ohne Struktur.

Warum reicht der Holzindex allein nicht aus, um Palettenpreise zu bewerten?
+

Weil der HPE-Index nur die Holzbasis abbildet. Der Verband weist selbst darauf hin, dass zusätzliche Kostenfaktoren wie Qualitätssortierung außerhalb des Index liegen. Für Ihren realen Palettenpreis zählen zusätzlich Ausführung, Standardisierung, Logistik und gegebenenfalls Poolanforderungen.

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