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Webinaraufnahme: Sechsstellige Einsparungen durch proaktive Kostenvermeidung. Wie OWA Kosten gar nicht erst entstehen lässt

Steigende Kosten und dünner werdende Margen setzen den industriellen Einkauf unter Druck. Der größte Hebel bleibt dabei oft unsichtbar, denn die stärksten Einkaufserfolge sind die Kosten, die gar nicht erst entstehen. Genau diese proaktive Kostenvermeidung lässt sich in vielen Unternehmen bislang kaum messen und damit auch nicht belegen.

Christopher Schlörit (Teamleiter Einkauf bei der Odenwald Faserplattenwerk GmbH) und Torben Hinrichs (Kundenentwicklung bei Tacto) zeigen im Webinar, wie der Einkauf von OWA Kosten frühzeitig verhindert, statt sie im Nachhinein zu senken, und wie diese Erfolge erstmals nachweisbar werden. OWA ist ein Baustoffhersteller und auf Mineralfaser-Deckenplatten sowie Unterkonstruktionen spezialisiert.

Cost Avoidance als unterschätzter Hebel im Einkauf

Cost Avoidance und Cost Reduction werden im Einkauf häufig vermischt, verlangen aber unterschiedliche Ansätze. Cost Reduction senkt bestehende Kosten, Cost Avoidance verhindert, dass sie überhaupt entstehen. Ist eine Kostenposition erst einmal fixiert, lässt sie sich nur mühsam und selten vollständig zurückholen. Für OWA lag das Problem lange nicht in der Arbeit selbst, sondern in ihrer Sichtbarkeit. Der Einkauf leistete Kostenvermeidung, konnte den Erfolg aber nicht beziffern, weil der Vergleichswert fehlte und die Zuordnung unklar blieb.

Frühzeitige Potenzial- und Risikoerkennung mit dem Procurement Brain

Grundlage der Kostenvermeidung ist Transparenz. Das Procurement Brain von Tacto verbindet interne Einkaufsdaten mit externen Marktdaten zu einer einheitlichen Datenbasis, in der Preise, Volumina und Konditionen über alle Warengruppen hinweg auswertbar werden. Darauf aufsetzend scannt der Einkaufsradar die Daten kontinuierlich mit KI und meldet konkrete Hinweise, etwa sich einschleichende Preissprünge, Konsolidierungsmöglichkeiten oder Abweichungen von Erzeugerpreisen. So werden Potenziale und Risiken sichtbar, bevor sie sich in den Kosten niederschlagen.

Vermiedene Kosten sichtbar machen mit Savings Tracking

Der eigentliche Wendepunkt für OWA ist die Messbarkeit. Mit dem Savings Tracking werden erkannte Potenziale bis zum realisierten Ergebnis nachverfolgt, inklusive der Fälle, in denen eine drohende Kostensteigerung abgewehrt wurde. Aus einer bisher unsichtbaren Leistung wird eine belegbare Kennzahl, die sich gegenüber der Geschäftsführung darstellen lässt. Damit wird Cost Avoidance vom Bauchgefühl zu einem nachweisbaren Beitrag zur Marge.

Sechsstellige Einsparungen aus der Praxis

Wie das konkret aussieht, zeigt Christopher Schlörit an zwei Beispielen aus dem OWA-Einkauf. Bei Mineralwolle konnte eine angekündigte Preiserhöhung im Single-Sourcing deutlich reduziert werden. Bei Kartonage führten eine angekündigte Preiserhöhung und Qualitätsprobleme dazu, dass ein neuer Lieferant qualifiziert wurde, was eine sofortige Einsparung brachte. In Summe ergeben die einzelnen Hebel sechsstellige Einkaufserfolge.

Fazit

Das Praxisbeispiel von OWA verdeutlicht, dass Kostenvermeidung dann wirkt, wenn sie proaktiv geschieht und messbar wird. Es kommt darauf an, Preisrisiken früh zu erkennen und abgewehrte Kosten konsequent zu erfassen, damit aus stiller Einkaufsarbeit ein belegbarer Ergebnisbeitrag wird.

Christopher Schlörit (Teamleiter Einkauf bei OWA) und Torben Hinrichs (Kundenentwicklung bei Tacto) zeigen, wie proaktive Kostenvermeidung im industriellen Einkauf funktioniert. Von der Datenbasis im Procurement Brain über die frühzeitige Erkennung von Potenzialen und Risiken bis zum Savings Tracking, das vermiedene Kosten sichtbar macht. Anhand echter Fälle wie Mineralwolle und Kartonage wird deutlich, wie OWA sechsstellige Einkaufserfolge erzielt, ohne auf klassische Preisnachlässe angewiesen zu sein.

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