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Webinaraufnahme: Der regulatorische Druck steigt: wie Fischer KI-Agenten nutzt, um REACH und RoHS effizient zu managen

Die Liste regulatorischer Anforderungen an produzierende Unternehmen wächst kontinuierlich. Für den Einkauf bedeutet das einen steigenden Dokumentationsaufwand, denn ohne lückenlose Materialdaten drohen Inverkehrbringungsverbote, Bußgelder bis 100.000 Euro und der Verlust strategischer Kunden. Gleichzeitig bietet ein proaktiver Umgang mit Material Compliance die Chance, Kundenanfragen schneller zu beantworten und sich im Wettbewerb zu differenzieren.

Lisa Stahl (Procurement Excellence Team bei Fischer) und Simon Vötter (Kundenentwicklung bei Tacto) zeigen im Webinar, wie Fischer den Wandel von reaktiver zu proaktiver Material Compliance vollzieht und dabei über 20.000 Komponenten mit mehr als 3.000 Zulieferern systematisch erfasst.

Regulatorische Anforderungen im Überblick

Von REACH über RoHS bis hin zu PFAS und der neuen EU-Verpackungsverordnung PPWR: produzierende Unternehmen stehen branchenübergreifend unter wachsendem Regulatorik-Druck. Allein bei REACH müssen SVHC-Stoffe in Artikeln mit mehr als 0,1 Gewichtsprozent entlang der gesamten Lieferkette weitergegeben und gemeldet werden. Bei RoHS gelten Stoff-Höchstwerte für Blei, Cadmium und Quecksilber in jedem Bauteil, und eine Konformitätserklärung ist Pflicht. Für Zulieferer von OEMs kann eine fehlende Konformitätserklärung zur Auslistung führen.

Fischers Compliance-Herausforderung

Fischer ist ein weltweit führender Hersteller von Befestigungssystemen und Montagelösungen mit rund 4.800 Mitarbeitenden. Das Procurement Excellence Team um Lisa Stahl verantwortet die Material Compliance für mehr als 20.000 Komponenten bei über 3.000 Zulieferern. Die besondere Schwierigkeit: Compliance-Informationen müssen nicht nur auf Artikelebene, sondern auf der Kombination aus Lieferant und Material erfasst werden, da ein Artikel von verschiedenen Bezugsquellen unterschiedliche Stoffzusammensetzungen haben kann.

Vor der Einführung von Tacto war der Prozess bei Fischer reaktiv: Bei einer Kundenanfrage zu REACH oder RoHS startete der Einkauf manuelle Lieferantenanfragen per E-Mail, konsolidierte Datenblätter einzeln und beantwortete die Anfrage fallbezogen. Die Folgen waren fragmentierte Excel-Tabellen auf Shared Drives, Daten-Silos zwischen Einkauf, Qualität und Entwicklung sowie ein aufwendiges E-Mail-Pingpong ohne Tracking oder automatische Erinnerungen.

Vom reaktiven zum proaktiven Compliance-Management

Der entscheidende Schritt bei Fischer war der Wechsel von einem reaktiven zu einem proaktiven Ansatz. Statt bei jeder Kundenanfrage den gleichen manuellen Prozess neu zu starten, baut Fischer mit Tacto einen zentralen, strukturierten Compliance-Datensatz auf. Jede Bezugsquelle, also die eindeutige Kombination aus Lieferant und Artikel, erhält einen eigenen Compliance-Status, der filterbar nach SVHC-Status, Ausnahmen, CAS-Nummer und Ablaufdatum ist.

Tacto automatisiert dabei die Lieferantenabfragen: Vorgefertigte Abfragevorlagen werden an Lieferanten verschickt, die ihre Antworten direkt in ein strukturiertes Format eintragen. Die Rückmeldungen fließen automatisch in die Datenbank ein, ohne dass Einkäufer einzelne PDFs manuell auslesen müssen. So entsteht über die Zeit ein vollständiger Compliance-Datensatz, der Kundenanfragen in Stunden statt Wochen beantwortbar macht.

Fazit

Das Praxisbeispiel von Fischer verdeutlicht, dass Material Compliance im Einkauf kein einmaliges Projekt ist, sondern ein laufender Prozess, der ohne zentrale Datenbasis und Automatisierung kaum skalierbar bleibt. Wer den Wechsel von reaktiver Dokumentation zu proaktivem Compliance-Management vollzieht, reduziert nicht nur Risiken und Aufwand, sondern schafft einen echten Wettbewerbsvorteil bei Kundenanfragen und OEM-Audits.

Lisa Stahl (Procurement Excellence Team, Fischer) und Simon Vötter (Kundenentwicklung, Tacto) zeigen, wie Fischer mit über 20.000 Komponenten und mehr als 3.000 Zulieferern den Wechsel von reaktiver zu proaktiver Material Compliance vollzieht. Im Webinar geben sie einen Überblick über die wichtigsten Verordnungen von REACH bis PPWR, erklären Fischers Weg zu einem zentralen Compliance-Datensatz auf Bezugsquellenebene und demonstrieren das Material Compliance Modul von Tacto live.

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